Warum Judo...

Judo ist nicht gleich Judo, sondern Judo hat allgemein unterschiedliche Facetten und kann je nach Interesse ausgeübt werden:

 

 

Einstieg für alle, die sich für den pädagogischen und teambildenden Wert des Judo interessieren (Eltern, Lehrer, Leiter und Mitarbeiter von pädagogischen Einrichtungen etc.) hier...

 

Ausgleich

"Ob Groß, ob Klein - der Alltagsstreß holt alle ein."

So geht es Vielen. In der Schule im Beruf und im Alltag.

Mit der Teilnahme am Judotraining hat jeder die Chance für einen Moment abzuschalten.

Mit einer kurzen Konzentrationsphase und dem Angrüßen in der Gruppe lässt man das Tagesgeschehen hinter sich und konzentriert sich die durch körperliche Bewegung zwangsläufig auf das Training. Erst nach der abschließenden Entspannung (cool-down) und dem Abgrüßen zum Trainingsende taucht man wieder in den Tag ein. Die normalen Trainingseinheiten dauern ca. 90 Minuten.

Im Training geht es darum, mit dem Partner die Judo-Techniken zu erlernen und perfektionieren sowie im Randori (Übungskampf - aber kein Wettkampf) anzuwenden.

 

Wettkampfsport

Judo ist ein olympischer Wettkampfsport.  In Turnieren, Meisterschaften ( bis 1. und 2. Bundesliga) usw. finden Wettkämpfe statt.

Hier gibt es Einzel- und Mannschaftswettkämpfe. Die Kampfzeit variiert je nach Altersstufe. Bei einem Wettkampf werden die Wettkämpfer nach Altersstufe und Gewichtsklasse (jedoch nicht nach Gürtelstufen) eingeteilt, damit in etwa gleiche körperliche Voraussetzungen (Statur - nicht Fähigkeiten) herrschen.

In einem Wettkampf gilt es, den "Gegner" durch den effizienten Einsatz einer effektiven Technik zu besiegen.

Das Erlernen dieser Technik für die Wettkampfsituation bedeutet wie bei anderen Sportarten (auch beim Fußball..) auch ein Training von Präzision, Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft.

Die ständige Herausforderung, sich auf den jeweiligen Gegner einzustellen, präzise und schnelle Aktionen durchzuführen und auf die Aktionen des Gegners blitzschnell reagieren zu können, machen den Reiz dieser Sportart aus.

 

Einen Eindruck vom Wettkampfsport liefern unsere Wettkampf-Video-Links.

 

Judo-Techniken in Perfektion durch Kata-Training

Eine weitere Möglichkeit, Judo auszuüben liegt im Erlernen und demonstrieren von sogenannten Katas. Katas sind festgelegte Abläufe von Techniken, die dazu dienen, das Wissen um die Techniken in ihrer Reinstform (Perfektion) weiterzuvermitteln.

Früher war die Kata die einzige Möglichkeit, in Zeiten ohne Literatur das Wissen vom Meister an die Schüler weiterzugeben.

Mit Hilfe der Kata konnten selbst gefährliche Techniken geübt werden, ohne den Übungspartner zu verletzen (Benutzung von Waffen, Angriffe auf Vitalpunkte, Gewichts- und Größenunterschiede etc.). Dies ist möglich, da die Technikabfolge und deren Ausführung beiden Übungspartnern bekannt war.

Auch im Kata-Bereich werden Meisterschaften auf Verbandsebene, Bundesebene, europaweit und international angeboten. Bewertet werden Präzision und Dynamik. Eine kleinen Eindruck liefern auch hier unsere Kata-Video-Links.

 

Fitness

Das Breitensport-Training bietet ein breites Spektrum, die eigene Fitness zu verbessern. Zu Beginn der Trainingseinheiten wird der Körper auf das nachfolgende judo-spezifische Training vorbereitet. Zu dieser Vorbereitung gehören altersspezifische Spiele, turnerische Übungen zur Verbesserung der Koordination sowie Übungen zur Erhöhung der Beweglichkeit und konditionellen Belastbarkeit des Kreislaufsystems und des Muskelapparates. Ferner ist gezieltes Stretching fester Bestandteil des Trainings.

Judo wird auch als Behindertensport, zur Selbstverteidigung, als Gewaltprävention, als Therapiemaßnahme bei Konzentrationsstörungen und als Reha-Maßnahme eingesetzt.

 

Persönlichkeitsentwicklung

Judo (der sanfte Weg) wurde aus der Kampfkunst Jujutsu entwickelt und zielt darauf ab, den "Gegner" durch Nachgeben zu bezwingen. Durch das Prinzip des Nachgebens kann sogar eine kleine, körperlich schwache Person eine wesentlich größere und stärkere werfen. Doch dies ist nur dann möglich, wenn die geistige und körperliche Energie möglichst wirksam eingesetzt werden.

Unter diesem Gesichtspunkt ist also nicht Angriff der verfolgte Weg - sondern die wirksame Verteidigung.

Dies bedeutet, dass Judo helfen kann, Selbstkontrolle zu erreichen und Selbstvertrauen zu gewinnen.

Der Grad der Ausbildung wird in Gürtelstufen dargestellt. Das Erreichen der nächsthöheren Ausbildungsstufe wird mit Gürtelprüfungen dokumentiert. Eine Gürtelprüfung besteht der Judoka nur dann, wenn er die technischen Fähigkeiten kennt und demonstrieren kann.

Das Erlernen von Judo beinhaltet wesentliche Elemente, die in Beruf und Schule von großer Bedeutung sind:

  • Maximale Wirkung bei richtigem Krafteinsatz

  • Sich gegenseitig helfen (Teamgedanke) um ständig besser zu werden

Hier greifen auch die Judo-Werte.